Ashwagandha zur Senkung des Blutdrucks – Anwendung der Schlafbeere

Ashwagandha, auch bekannt als Schlafbeere oder Indischer Ginseng, ist eine der bedeutendsten Heilpflanzen im Ayurveda. Diese Pflanze gehört zu den Adaptogenen, die dem Körper helfen, besser mit Stress umzugehen. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen mittlerweile ihre vielseitigen gesundheitlichen Vorteile. Besonders bei Stressabbau, Bluthochdruck, Schlafproblemen und geistiger Leistungsfähigkeit zeigt Ashwagandha vielversprechende Effekte. Doch wie genau wirkt es, welche Dosierung ist empfehlenswert und gibt es mögliche Nebenwirkungen? In diesem Artikel erfahren Sie alles Wichtige rund um diese kraftvolle Pflanze.

Das Wichtigste in Kürze

Natürlicher Stressabbau Ashwagandha reduziert Stresshormone und fördert Entspannung.
Blutdrucksenkend – Es kann zur Regulierung des Blutdrucks beitragen.
Bessere Schlafqualität – Fördert erholsamen Schlaf und reduziert Schlafstörungen.
Steigerung der geistigen und körperlichen Leistungsfähigkeit – Unterstützt Fokus, Gedächtnis und Energielevel.
Mögliche Nebenwirkungen beachten – Wechselwirkungen mit Medikamenten möglich, Rücksprache mit einem Arzt empfohlen.

Ashwagandha zur Senkung des Blutdrucks – Anwendung der Schlafbeere
Ashwagandha zur Senkung des Blutdrucks – Anwendung der Schlafbeere

Bei welchen Beschwerden kann Ashwagandha helfen?

Auch Ashwagandha gehört zu den sogenannten Adaptogenen. Demnach kann auch diese Heilpflanze dem menschlichen Körper helfen besser mit Stress umzugehen. So besitzt dieses natürliche Mittel eine aufbauende Wirkungsweise, die vielen Funktionen im Organismus zu Gute kommen kann.

So hemmt Ashwagandha die Herstellung von Stresshormonen und begünstigt gleichzeitig dessen Abbau. Dies wiederum senkt bekanntlich einen zu hohen Blutdruck bzw. führt dazu, dass die Blutdruckwerte gar nicht erst in die Höhe schnellen.

Bei folgenden Problemen kann Ashwagandha helfen:

  • Schlafstörungen
  • Sexuelle Unlust
  • Anämie
  • Bluthochdruck
  • Angstzustände
  • Stressanfälligkeit
  • Nervöse Unruhe
  • Erschöpfungszustände

Des Weiteren sind die oben genannten Adaptogene fähig, dafür zu sorgen, dass die Körperzellen den Blutzucker zügiger aufnehmen. Auf diese Weise steigt also die geistige, wie körperliche Leistungsfähigkeit. Wobei im gleichen Zuge sich die Serotoninwerte erhöhen.

Genau dieser Nervenbotenstoff sorgt dann dafür, dass sich die Blutgefäße besser entspannen können, was wiederum zu einer Senkung des Blutdrucks führt. Somit ist es kaum verwunderlich, dass zahlreiche Manager in Ostasien kaum zu beruhigenden Pillen greifen, sondern lieber auf die Wirkung von Ashwagandha setzen. Zumal es sich hier wirklich um ein Allround-Talent handelt.

Wie wird Ashwangandha als natürlicher Blutdrucksenker angewendet?

In Apotheken, wie Drogerien finden sich die Ashwagandha-Extrakte sowohl in Tabletten-, wie in Kapselform. Laut Experten ist es empfehlenswert einmal am Tag 450 mg dieses Stoffs zu sich zu nehmen. Wie die meisten pflanzlichen Präparate setzt die Wirkung von Ashwangandha aber nicht sofort ein.

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Nach etwa vier bis sechs Wochen sollte sich aber eine Besserung des Gesundheitszustands einstellen. Demnach sollte sich nach dieser Zeitspanne die erhoffte Blutdrucksenkung einstellen. Ist dies nicht der Fall kann die Dosierung schrittweise auf bis zu 900 mg erhöht werden. Mit Ashwagandha Tee den Blutdruck senken

Auch der regelmäßige Genuss von Ashwagandha Tee kann die erhöhten Blutdruckwerte wieder senken. In diesem Fall kommt entweder die getrocknete Wurzel dieser Pflanze oder bereits gemahlenes Ashwagandha Pulver zum Einsatz. So gilt es ein Liter Wasser aufzukochen und dieses anschließend circa eine Minute abkühlen zu lassen damit die wertvollen Inhaltssubstanzen dieser Pflanze nicht zerstört werden.

Im Anschluss daran sollte man zwei bis drei Teelöffel Ashwagandha Pulver ins Wasser geben und das Ganze fünf bis zehn Minuten ziehen lassen. Das Ganze muss dann nur noch abgeseiht werden. Wer mit einem Ashwagandha Tee seinen Blutdruck senken möchte, sollte über den Tag verteilt zwischen zwei und drei Tassen zu sich nehmen.

Wie wirkt Ashwagandha genau auf Stress und Nerven?

Ashwagandha gehört zu den sogenannten Adaptogenen – pflanzlichen Wirkstoffen, die dem Körper helfen, sich besser an Stresssituationen anzupassen. Der Hauptmechanismus beruht auf der Regulierung des Cortisolspiegels, dem wichtigsten Stresshormon. Studien zeigen, dass Ashwagandha den Cortisolspiegel um bis zu 30 % senken kann. Dies führt dazu, dass Stressreaktionen des Körpers gedämpft werden und sich eine entspanntere Grundstimmung einstellt.

Zusätzlich beeinflusst die Pflanze das GABA-System, einen wichtigen Neurotransmitter für Entspannung und Angstabbau. Durch die Hemmung von übermäßiger neuronaler Aktivität kann Ashwagandha zur Beruhigung beitragen, was sich besonders bei Angstzuständen und Schlafstörungen als vorteilhaft erweist. Darüber hinaus fördert es die Neuroplastizität, also die Fähigkeit des Gehirns, neue Verbindungen zu bilden. Dies könnte erklären, warum viele Menschen von einer verbesserten Konzentration und mentalen Leistungsfähigkeit berichten.

Kann Ashwagandha zu Wechselwirkungen oder Nebenwirkungen führen?

Lediglich größere Mengen Ashwagandha können zu Nebenwirkungen, wie Bauchschmerzen, Durchfall oder Übelkeit führen. Hinzu kommt, dass auch dieses pflanzliche Heilmittel für Allergiker nicht immer gut geeignet ist. Dies gilt vor allem für Menschen, die an einer Kreuzallergie leiden. Kommt es außerdem zu einer der oben genannten Nebeneffekte, sollte ein Absetzen des Präparats erfolgen. Mit dieser verschwinden dann in der Regel auch die Nebenwirkungen.

Schwangere, wie Stillende hingegen sollten von einer Einnahme dieses Mittels absehen. Vor allem höhere Dosen können im schlimmsten Fall zu einer Fehlgeburt führen. Ashwagandha eignet sich ebenso wenig in Zusammenhang mit Alkohol, medikamentösen Angstlösern, sowie Sedativa. Auch Menschen, die mit einer Schilddrüsen-Überfunktion zu kämpfen haben und aus diesem Grund entsprechende Medikamente einnehmen, sollten dieses pflanzliche Mittel nicht einnehmen. Gleiches gilt für Personen, die an einem Magengeschwür, Reiz-Darm oder verdauungsbedingten Krankheiten leiden.

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Für wen ist Ashwagandha besonders geeignet?

Ashwagandha kann für unterschiedliche Zielgruppen interessant sein:

  • Gestresste Berufstätige & Manager: Die stressreduzierende Wirkung hilft, den hohen Anforderungen des Alltags besser standzuhalten.
  • Sportler: Studien deuten darauf hin, dass Ashwagandha Muskelwachstum und Regeneration fördern kann.
  • Personen mit Schlafproblemen: Dank der beruhigenden Wirkung kann es die Schlafqualität verbessern.
  • Senioren: Die antioxidative Wirkung unterstützt kognitive Funktionen und kann das Risiko für altersbedingten Gedächtnisverlust reduzieren.

Allerdings ist Ashwagandha nicht für jeden geeignet. Schwangere, stillende Mütter, Menschen mit Schilddrüsenüberfunktion oder Magen-Darm-Erkrankungen sollten auf die Einnahme verzichten. Auch Personen, die Medikamente zur Blutzucker- oder Blutdruckregulierung einnehmen, sollten vorab ihren Arzt konsultieren.

Fazit:

Ashwagandha ist ein natürliches Heilmittel, welches zahlreiche positive Wirkungsweisen mitbringt. Nebenwirkungsarm kann dieses pflanzliche Präparat unter anderem als Blutdrucksenker herhalten und dafür sorgen Stresshormone nur noch bedingt hergestellt werden.  Wie die meisten pflanzlichen Präparate benötigt aber auch Ashwagandha ein paar Wochen Zeit um seine volle Wirkungskraft entfalten zu können.

Quellen:

  1. Lopresti, A. L., Smith, S. J., Malvi, H., & Kodgule, R. (2019). „An investigation into the stress-relieving and pharmacological actions of an ashwagandha (Withania somnifera) extract: A randomized, double-blind, placebo-controlled study.“ Medicine, 98(37), e17186. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6750292/
  2. Choudhary, D., Bhattacharyya, S., & Joshi, K. (2017). „Body Weight Management in Adults Under Chronic Stress Through Treatment With Ashwagandha Root Extract: A Double-Blind, Randomized, Placebo-Controlled Trial.“ Journal of Evidence-Based Complementary & Alternative Medicine, 22(1), 96–106. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5871210/
  3. Chandrasekhar, K., Kapoor, J., & Anishetty, S. (2012). „A prospective, randomized double-blind, placebo-controlled study of safety and efficacy of a high-concentration full-spectrum extract of ashwagandha root in reducing stress and anxiety in adults.“ Indian Journal of Psychological Medicine, 34(3), 255–262. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3573577/
  4. Salve, J., Pate, S., Debnath, K., & Langade, D. (2019). „Adaptogenic and Anxiolytic Effects of Ashwagandha Root Extract in Healthy Adults: A Double-blind, Randomized, Placebo-controlled Clinical Study.“ Cureus, 11(12), e6466. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6979308/
  5. Langade, D., Kanchi, S., Salve, J., Debnath, K., & Ambegaokar, D. (2019). „Efficacy and Safety of Ashwagandha (Withania somnifera) Root Extract in Insomnia and Anxiety: A Double-blind, Randomized, Placebo-controlled Study.“ Cureus, 11(9), e5797. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6827862/

FAQ

Kann man Ashwagandha bei Bluthochdruck einnehmen?

Es wird empfohlen, bei Bluthochdruck Vorsicht walten zu lassen, bevor man Ashwagandha einnimmt. Ashwagandha kann den Blutdruck senken, daher ist es ratsam, vor der Einnahme mit einem Arzt Rücksprache zu halten. Der Arzt kann den individuellen Gesundheitszustand bewerten und feststellen, ob die Einnahme von Ashwagandha sicher ist oder nicht.

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Was senkt Ashwagandha?

Ashwagandha kann auf verschiedene Weisen positive Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Es wird angenommen, dass es entzündungshemmende und antioxidative Eigenschaften besitzt, die dazu beitragen können, den Stress zu reduzieren und das allgemeine Wohlbefinden zu verbessern. Es wird auch vermutet, dass Ashwagandha den Hormonhaushalt regulieren und den Energiepegel steigern kann. Diese vielfältigen Wirkungen machen Ashwagandha zu einem beliebten Nahrungsergänzungsmittel.

Wann sollte man Ashwagandha nicht nehmen?

Es gibt einige Situationen, in denen die Einnahme von Ashwagandha nicht empfohlen wird. Schwangere Frauen und Frauen, die stillen, sollten auf die Einnahme verzichten, da nicht ausreichend erforscht ist, wie sich Ashwagandha auf den Fötus oder das gestillte Baby auswirken kann. Menschen, die an Autoimmunerkrankungen leiden, sollten ebenfalls vorsichtig sein, da Ashwagandha das Immunsystem beeinflussen kann. Es wird empfohlen, vor der Einnahme von Ashwagandha mit einem Arzt Rücksprache zu halten, wenn man chronische Krankheiten hat oder regelmäßig Medikamente einnimmt.

Ist Ashwagandha gut fürs Herz?

Ashwagandha kann potenziell positive Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System haben. Einige Studien deuten darauf hin, dass Ashwagandha dazu beitragen kann, den Blutdruck zu senken und den Cholesterinspiegel zu regulieren. Diese Effekte könnten dazu beitragen, das Risiko von Herzkrankheiten zu verringern. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass Ashwagandha nicht als Ersatz für eine gesunde Lebensweise oder medizinische Behandlung verwendet werden sollte. Bei Herzproblemen oder anderen ernsthaften Erkrankungen sollte immer ein Arzt konsultiert werden.

Was sind die Nachteile von Ashwagandha?

Obwohl Ashwagandha viele potenzielle Vorteile bietet, gibt es auch einige mögliche Nachteile. Bei manchen Menschen können Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall auftreten. In seltenen Fällen wurde über allergische Reaktionen berichtet. Es besteht auch die Möglichkeit, dass Ashwagandha mit bestimmten Medikamenten interagiert, insbesondere mit Beruhigungsmitteln oder Medikamenten zur Senkung des Blutzuckerspiegels. Es ist daher wichtig, vor der Einnahme von Ashwagandha einen Arzt zu konsultieren, insbesondere wenn man bereits Medikamente einnimmt.

Wie lange dauert es, bis Ashwagandha wirkt?

Die Wirkung von Ashwagandha kann von Person zu Person variieren. Einige Menschen berichten bereits nach wenigen Tagen der Einnahme von einer Verbesserung ihres Wohlbefindens, während es bei anderen länger dauern kann, bis sie eine spürbare Wirkung bemerken. Es wird empfohlen, Ashwagandha regelmäßig über einen längeren Zeitraum einzunehmen, um die besten Ergebnisse zu erzielen. Die optimale Dauer der Einnahme kann jedoch individuell unterschiedlich sein. Bei Fragen oder Bedenken sollte immer ein Arzt konsultiert werden.

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